Swiss Goju Ryu Karate Do Renmei

SGRKR

28.09.2011 - webmaster

Die Geschichte

Das Goju-ryu gehört zu jenen Stilen, die in Okinawa bereits vollständig entwickelt und erst danach in Japan eingeführt worden sind. Den Grundstein zu diesem Stil legte Kanryo Higaonna (auch: Higashionna 1853-1915 od. 1917), der in China unter Ryu Ryuko mehrere Stile des Ch’uan-fa studierte (Stil des strahlenden Frühlings, der Gottesanbeterin, des weissen Kranichs und Tai Chi Chuan) und diese in Okinawa zu einer Synthese verschmolz. Damit erhielt das Goju-ryu viele chinesische Stilelemente.

1887 begann Higaonna in Naha seinen Stil, dem er aber keinen bestimmten Namen gab, sondern ihn schlicht Naha-to nannte, zu unterrichten. Unter den zahlreichen bedeutenden Schülern, die dem äusserst harten Training Higaonnas überhaupt gewachsen waren, trat Chojun Miyagi (1888-1953) aus Naha besonders hervor. Miyagi trainierte während 15 Jahren unter Higaonna, perfektionierte nach dessen Tod den Stil weiter und wurde so 1933 zum offiziellen Gründer des Goju-ryu. Auf ihn gehen die Katas “Gekisai dai ichi”, “Gekisai dai ni” und sein Meisterwerk “Tensho” zurück; die weiteren stilspezifischen Katas waren bereits von Higaonna auf der Grundlage von chinesischen Katas entwickelt worden.

Miyagi dehnte in reiferen Jahren seine Lehrtätigkeit auf das In- und Ausland aus. Besonders wichtig für die weitere Stilentwicklung wurde sein Unterricht in Westjapan (Region von Kansei, Osaka und Kyoto), den er nach dem Ende des 2.Weltkrieges aufgenommen hatte. Miyagi bestimmte vor seinem Tod 1953 Meitoku Yagi (*1910) in Okinawa und Gogen Yamaguchi in Japan zu seinen beiden offiziellen Nachfolgern. Dadurch entstanden bereits damals zwei Schulen des Goju-ryu, die sich seither eigenständig weiterentwickelt haben.

Der von Yamaguchi in Japan verbreitete Zweig des Goju-ryu nennt sich seither Goju-kai. Als Bindeglied für das Goju-ryu, wie wir es heute in den Dojos des SGRKR in der Schweiz betreiben, ist ein weiterer prominenter Schüler Miyagis, Seiko Higa (1898-1966), wichtig geworden. Über einen seiner Schüler, Kanki Izumigawa, wurde nämlich auch der ursprünglich in Okinawa beheimatete Zweig des Goju-ryu nach Japan exportiert. Dieses Goju-ryu wurde in der Folge von Izumigawa an Sosui Ichikawa weitergegeben und von diesem an Tadahiko Otsuka (*1940).

Als einer der jüngsten Shihan der Nachkriegszeit in Japan, gründete Otsuka 1970 die Gojukensha-Vereinigung. Otsuka unterrichtet seit 1965 in seinem Seishinkan-Dojo in Tokyo Goju-ryu und Taikyokuken (chin. Tai Chi Chuan). Zu seinen Schülern zählt auch Kozo Matsuura, unser heutiger Sensei und Shihan.
Stammlinie SGRKR
Kanryo HIGAONNA
Chyojun MIYAGI
Seko HIGA
Kanki IZUMIKAWA
Sosui ICHIKAWA
Tadahiko OHTSUKA
Kozo MATSUURA
Adrian Peter MENZ
Willy ELSENER